Archiv nach Schlagworten: Schreiben der Bürgerinitiative an den Bürgermeister Urbach vom 15.12.2011 zum Gewerbegebiet Lustheide und ISEK 2030 mit Forerung um Einstellung

Das Schreiben der Bürgerinitiative an den Bürgermeister Urbach vom 15.12.2011

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Urbach, sehr geehrte Damen und Herren,

um sich für die Zukunft „aufzustellen“, haben Sie mit ISEK 2030 ein Gutachten bestehend aus mehreren Teilgutachten unterschiedlicher Fachrichtungen in Auftrag gegeben. Wie zu hören ist, hat die Erstellung von ISEK 2030 die Stadt insgesamt um die 150.000 € gekostet. Die Entscheidung, ein solches Gutachten in Auftrag zu geben, ist nachvollziehbar, um sich neutralen Fachverstandes zu bedienen, und sehr wahrscheinlich notwendig, da die städtische Verwaltung aus zeitlichen und personellen Gründen dazu selbst kaum mehr in der Lage sein dürfte.

Ein solches Gutachten, das alle notwendigen Disziplinen berücksichtigt, ist eine wesentliche Grundlage für eine vorausschauende, zukunftsfähige und vernünftige Stadtentwicklung, indem es Chancen und Wege für eine langfristig angelegte Planung aus einem Guss aufzeigt. So könnte man vielleicht das erklärte Ziel zusammenfassen, mit dem Sie die Beauftragung des kostspieligen ISEK 2030 Gutachtens vergeben haben.

Nun liegt das ISEK 2030-Gutachten mit all seinen Teilgutachten vor. Im Einklang mit den sachlich-objektiven Ergebnissen des Gutachtens ließen sich nun u. a. städteplanerische Entscheidungen plausibel begründbar entwickeln. Entscheidungen auf einer solchen Grundlage dürften grundsätzlich akzeptanzfähig und damit in der Regel leicht durchsetzbar sein, da Sie sich auf eine die Allgemeininteressen berücksichtigende umfassende Analyse stützen lassen. Im Falle des Gewerbegebietes Lustheide kann jedoch unter Berücksichtigung des konkreten Verwaltungshandelns der Stadt Bergisch Gladbach und den abschließenden Inhalten der Gutachten zu ISEK 2030 nicht von einer grundsätzlichen Akzeptanzfähigkeit ausgegangen werden.

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